Raspberry Pi Pico H und W

Raspberry Pi Pico W - Mikro-Board mit WLAN-Fähigkeit


Die Raspberry Pi Pico-Familie ist gewachsen: Zusätzlich zum Original ist Ende Juni 2022 die "W"-Version getreten. Der Buchstabe steht für "Wireless" und zeigt damit bereits den zentralen Unterschied zwischen dem ursprünglichen Modell und dem Raspberry Pi Pico W auf: Letzterer kann einem Netzwerk drahtlos beitreten. Das Mikro-Board eignet sich deshalb beispielsweise hervorragend für den Einsatz im Bereich des Internets der Dinge (IoT - "Internet of Things").

 

Die wesentlichen Merkmale sind unveränder

 

Schon das ursprüngliche Pico-Board war mit dem von Raspberry selbst entwickelten Siliziumchip RP2040 ausgestattet. Dabei handelt es sich um einen 32-Bit Microcontroller, der schnell zur Erfolgsgeschichte wurde. Der auf dem TSMC-40-nm-Low-Power-Prozess aufgebaute Chip enthält zwei 133-MHz-ARM-Cortex-MO+-Kerne und 264 kB an On-Chip-SRAM. Mit an Bord ist außerdem das E/A-Subsystem, das ebenfalls von den Entwicklern stammt und speziell programmiert werden kann. Diese Fähigkeiten machten den Chip auch für viele Geräte von Drittherstellern. Der RP2040 bildet deshalb auch das Herzstück der W-Variante.

 

Über das WLAN im Raspberry Pi Pico W

 

Das Board nutzt für drahtlose Verbindungen ausschließlich das 2,4 GHz-Band (Wi-Fi 4). Dies ist etwas überraschend, denn eigentlich könnte es auch das 5-GHz-Band und Bluetooth zum Einsatz bringen. Mit an Bord ist schließlich der WLAN-Controller Infineon CYW43439 (auch als Infineon Airoc CYW4339XKUBGT bekannt). Er verfügt über zwei ARM-Kerne, die ausschließlich für die Kommunikation gedacht sind. Der Cortex-R4 kümmert sich um das WLAN und unterstützt grundsätzlich die beiden erwähnten Bänder. Der Cortex-M3 zeichnet theoretisch für das Bluetooth zuständig.

 

Die Verbindung zwischen RP2040 und CYW43439 erfolgt über GPIO-Anschlüsse (23, 24, 25 und 29). Auch diese kamen schon im originalen Pico-Board zum Einsatz. Die Entwickler haben sich allerdings dafür entschieden, einige Funktionen auf die zugehörigen Kontaktstellen des WLAN-Controllers umzulegen, damit das System möglichst effizient funktioniert.

 

Schwestermodelle ebenfalls veröffentlicht

 

Für den Pico sowie für die W-Version haben die Entwickler zugleich Schwester-Modelle veröffentlicht. Diese erhalten die Buchstaben "H" als Kennzeichnung. Die Rede ist also beispielsweise vom Raspberry Pi Pico WH. Er steht für "Header" und verdeutlicht, dass die Boards um vorbesetzte Header und einen 3-PIN-Debug-Anschluss erweitert wurden. Als Verkaufsstart für den WH nannte das Haus den August 2022. Alle anderen Versionen erschienen sofort.


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